Kürzlich gab es einen besonderen Besuch auf der Kegelbahn: Die Ganztages-AG der Grundschule Pfuhl kam mit 21 Kindern und 2 Lehrpersonen vorbei und hat sich die grundlegenden Bewegungsabläufe im Kegelsport zeigen lassen. Voller Elan und Freude wurde das Erlernte anschließend selber von den Schülern der Klasse 4d in die Tat umgesetzt.
Die Kindern bedankten sich beim Verein mit einem eigens gestalteten Plakat, das die beiden Abteilungsleiter Tobias Teichert und Bostjan Stanonik gern entgegennahmen.
Es war eine tolle gemeinsame Zeit und der TSV würde sich sehr über neue – junge – Mitglieder freuen, die den Ganzjahressport auf der Kegelbahn (ausschließlich im Innenbereich) zukünftig ausüben möchten.
Bei Interesse kann gern Kontakt per E-Mail aufgenommen werden unter: kegeln@tsvpfuhl.de
Treten, und das auch noch von hinten – das geht gar nicht! Abteilungsleiter Hans Ott demonstriert an Michael Wagner, was Schülern auf dem Schulweg oder dem Schulhof passieren kann und wie man sich dagegen wehren kann. Und eben, dass man so etwas nicht tut.
„Halt, stopp, lassen Sie mich in Ruhe!“, „Es geht noch lauter!“, „Nicht schlagen oder treten!“… Diese und ähnliche Rufe hallten im Januar und Februar 2024 durch die Turnhalle der Grundschule Pfuhl. Anlass war ein jeweils zweistündiger Workshop „Effektive Selbstverteidigung für Grundschüler“, den Michael Wagner (Physiotherapeut, Kampfsportler, Personaltrainer) und Taekwondo-Abteilungsleiter Dr. Hans Jürgen Ott mit sämtlichen 17 Klassen der Schule durchführten.
Ziele waren die Stärkung von Selbstvertrauen, körperlicher Sicherheit, Regelbewusstsein und -akzeptanz sowie die Kontrolle von Aggressionen bei den Schülern. Es ging also vordergründig nicht um Kampfsporttechniken, sondern um Wertevermittlung.
Den Kindern wurden dazu typische Gefahrenszenarien bei Angriffen bewusst gemacht, wie beispielsweise Bedrohung, Belästigung und Nötigung durch ältere Kinder und Erwachsene, ebenso wie Mobbing, Bedrohung und körperliche Angriffe durch Gleichaltrige. Außerdem wurden effektive Abwehr- und Selbstschutztechniken vorgestellt und eingeübt, anhand von exemplarischen Gefahrenszenarien wie etwa Schubsen, Schlag mit Lineal auf den Kopf, Hineinziehen in ein Auto durch einen Erwachsenen u.ä. Zum Abschluss wurden die aufgezeigten Möglichkeiten hinsichtlich Notwehr und Verhältnismäßigkeit reflektiert, ganz nach dem Motto: „Im Sport ist jeder Wettkampf ein gewonnener Kampf, auch wenn man verliert. Auf der Straße oder auf dem Schulhof ist jeder Kampf ein verlorener Kampf, auch wenn man ihn gewinnt!“
Dieses Konzept übernehmen in Pfuhl bis Mai 2024 auch die Inge-Aicher-Scholl Realschule mit vier und das Bertha-von Suttner-Gymnasium mit acht Veranstaltungen. Alle drei Schulen wollen den SV-Kurs zukünftig jedes Jahr für die Klassen der Schulneuzugänge einplanen. Ebenso in Planung ist eine wissenschaftliche Begleitstudie, die die positiven Auswirkungen der angebotenen SV-Kurse auf Gewaltlosigkeit und Toleranz einerseits und die Fähigkeit zur Selbstbehauptung andererseits der Schüler analysiert.